Es geht um die Entfremdung von der Schöpfung

Wollen Landwirte und Gottesdienstbesucher zusammenbringen: Vertreter von Kreisbauernverband, evangelischer Kirche, Landfrauen, Stadt Heringen, Feuerwehr haben das Kreiserntedankfes vorbereitet, das am kommenden Sonntag, 14. Oktober, in der Feldscheune der Familie Schimmelpfennig in Heringen gefeiert wird.© Foto: Jan-Christoph Eisenberg

Heringen. Am Sonntag, 14. Oktober, wird in Heringen das Kreiserntedankfest gefeiert. Thema ist diesmal die zunehmende Entfremdung von der Schöpfung.

Wenn am kommenden Sonntag, 14. Oktober, in Heringen das Kreiserntedankfest gefeiert wird, steht neben der Dankbarkeit in diesem Jahr vor allem das Thema „Entfremdung“ im Fokus des Gottesdienstes.

 

„Viele Menschen haben heute kaum noch Bezug zur Schöpfung und der Herkunft ihrer Lebensmittel“, verdeutlicht Pfarrer Thorsten Waap. Auch, um die Gottesdienstbesucher dorthin zu führen, wo ihre Lebensmittel herkommen, findet die Veranstaltung – wie bereits in den vergangenen Jahren – auf einem landwirtschaftlichen Betrieb statt. Ausrichtungsort ist in diesem Jahr die Feldscheune der Familie Schimmelpfennig hinter dem Heringer Fritz-Kunze-Bad.

 

Veranstalter des Kreiserntedankfests sind der Kreisbauernverband Hersfeld-Rotenburg, die Bezirkslandfrauenvereine Hersfeld und Rotenburg, die Landjugend Altkreis Rotenburg und die evangelischen Kirchenkreise Hersfeld und Rotenburg.

Den Gottesdienst in der Feldscheune, der um 11 Uhr beginnt, gestalten Dekanin Gisela Strohriegl (Rotenburg), Dekan Frank Hofmann (Bad Hersfeld), Pfarrer Thorsten Waap und die Heringer Konfirmanden. Für die musikalische Begleitung sorgen die Kantorei Heringen und die Obersuhler Blasmusik, die nach dem Gottesdienst auch zur Unterhaltung der Besucher aufspielt. Die Kernstadtfeuerwehr Heringen grillt im Anschluss Bratwurst und der Landfrauenverein Werratal bietet Kaffee und Kuchen an. Der Veranstaltungsort ist vom Fritz-Kunze-Bad aus mit dem Auto oder in wenigen Gehminuten erreichbar. Für den Fahrzeugverkehr gilt an diesem Tag eine Einbahnstraßenregelung: Die Zufahrt führt über die Badstraße, die Ausfahrt über die Straße Am Steinberg. Auf einem Feld hinter der Scheune stehen für Besucher Parkplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung. Für auswärtige Besucher wird die Zufahrt ab der Heringer Hauptstraße ausgeschildert.

 

Das Kreiserntedankfest wird seit dem Jahr 2015 von Kreisbauernverband, Landfrauen, Landjugend und evangelischer Kirche an unterschiedlichen Orten des Landkreises ausgerichtet – jeweils im Wechsel im Altkreis Hersfeld und im Altkreis Rotenburg. Um Terminkonflikte zu vermeiden, findet es jeweils eine Woche nach dem eigentlichen Erntedankfest statt, das traditionell am ersten Sonntag im Oktober begangen wird.


Ein spektakulärer Blick auf Altar, Erntekrone, Weide- und Ackerflächen bis zum „Monte Kali“ empfing die Besucher des Kreiserntefestes in Heringen.

Motto des Gottesdienstes, den Pfarrer Dr. Thorsten Waap, Dekan Dr. Frank Hofmann und Dekanin Gisela Strohriegl (von links) feierten, war „Natürliches Leben und Entfremdung?“

Am 14. Oktober fand auf dem Betrieb der Familie Carsten Schimmelpfennig das nun schon zur Tradition gewordene Kreiserntedankfest im Landkreis Hersfeld-Rotenburg statt. Bei goldenem Oktoberwetter konnte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes, Friedhelm Diegel, und die Vorsitzende der Bezirkslandfrauen Bad Hersfeld, Brigitte Weitz, weit mehr als 500 Gäste in der Feldscheune in Heringen begrüßen. Der feierlich gestaltete Gottesdienst wurde vom Ortspfarrer Thorsten Waap sowie von Dekanin Strohriegl und Dekan Dr. Hofmann gehalten und von den örtlichen Konfirmanden und der Kantorei ausgestaltet. Nach dem Gottesdienst gab es gute Gespräche bei deftiger Bratwurst, die von der Freiwilligen Feuerwehr Heringen gegrillt wurde. Die Landfrauen des Ortsvereins Werratal verwöhnten die Besucher mit selbst gebackenen Kuchen und Torten sowie Kaffee und Tee. Die Obersuhler Blasmusik gestaltetet nicht nur den Gottesdienst mit, sondern spielte auch im Nachgang noch auf.